Pflege von Massivholzmöbel

Massivholz ist ohnehin für seine lange Lebensdauer bekannt – mit der richtigen Pflege kannst Du diese um einige Jahrzehnte verlängern! Das Naturholz besticht nicht nur mit seiner ansprechenden Ästhetik, sondern beeinflusst das Raumklima positiv. Dank der offenen Poren kann Massivholz überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeben – beste Voraussetzungen für maximales Wohlbefinden! Diese Eigenschaft behält das offenporige Holz bei, indem es mit Öl behandelt und gepflegt wird. Zudem begeistert das Naturmaterial durch seine antistatische und antibakterielle Wirkung. Damit Du lange von diesen Vorteilen profitieren können, gilt es, einige Pflegetipps zu beachten.

Standort und Feuchtigkeit

Achte in dem Raum, in dem Dein Massivholzmöbelstück aufgestellt wird, auf ein ausgeglichenes Feuchtigkeitsgehalt. Zu niedrige und hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Veränderungen in der Holzstruktur, zu Wölbungen und Rissen führen.

Ideal ist ein Wasseranteil von 50 bis 60%, mit weniger als 45% musst Du mit Trockenrissen im Holz rechnen. Dazu tragen auch andere Faktoren wie Fußbodenheizungen oder direkte Sonneneinstrahlung bei. Bei hoher Raumluftfeuchtigkeit sollte auf eine regelmäßige Belüftung geachtet werden, sowie eine Lagerung in feuchten Abstell- oder Kellerräumen möglichst vermieden werden.

Reinigung von leichten Verschmutzungen

Reinige Dein Massivholzmöbel mit einem trockenen bis nebelfeuchten Tuch. Auf nasse oder Mikrofasertücher solltest Du hingegen verzichten – Letztere können feine Kratzer an der Oberfläche verursachen. Auch der Einsatz von aggressiven oder scheuernden Reinigungsmitteln ist tabu, da diese das empfindliche Naturmaterial angreifen können.

Flecken

Musst Du doch einmal einen Fleck oder hartnäckigere Verschmutzungen entfernen, ist die vorherige Holzpflege maßgebend. Ist das Holz ausreichend mit Pflegeöl gesättigt, kannst Du Flecken mit einem feuchten Tuch abwischen. Trockne besagte Stelle anschließend vorsichtig ab, damit keine Restfeuchtigkeit übrig bleibt.

Wurde Dein Massivholzmöbel schon länger nicht mehr nachgeölt, kannst Du die betreffende Stelle mit sehr feinem Schleifpapier anrauen. Arbeite mit einer Körnung von 180 bis 240 Korn immer in Faserrichtung, und ölen die Stelle anschließend nach.

Dellen, Kerben und Krater

Solltest Du doch einmal eine Druckstelle auf der Holzoberfläche entdecken, erscheinen diese zunächst besonders schlimm. Es gibt aber eine sehr simple Lösung – Sie benötigen lediglich einen nassen Lappen sowie ein Bügeleisen.

Die betroffene Stelle wässern und mit einem ausreichend feuchten Tuch und einem Bügeleisen die Delle herausdämpfen. Durch die Feuchtigkeit und die Hitze quellen die Holzfasern auf und gleichen sich der Oberfläche an. Anschließend die Stelle trocknen lassen und mit Schleifpapier bis 240er Korn gut schleifen. Danach die betroffene Stelle mit unserem Pflege-Öl behandeln und nach 15-20 Minuten trocken auspolieren.

WICHTIG: Das Holz mit dem Bügeleisen nie direkt berühren!

Richtiges Nachölen

Regelmäßiges Nachölen erhält nicht nur den dezenten Glanz der Holzoberfläche, sondern schützt diese vor Feuchtigkeit und Schmutz. Je gesättigter die Oberfläche, desto weniger können Schmutz & Co. Ihrem Massivholzmöbel etwas anhaben!

Erfolgreiches Nachölen gelingt, indem Du die Holzoberfläche zunächst reinigst und abtrocknest. Gib nun das verwendete Öl auf die Oberfläche, welches mit einem weichen Baumwolltuch eingearbeitet werden soll. Wiederhole den Vorgang bis die Oberfläche gesättigt und das Öl eingezogen ist. Überprüfen bitte das Ergebnis nach 10-15 Minuten, und öle an ungesättigten Stellen noch einmal nach. Poliere die Oberfläche nach einer weiteren Viertelstunde solange, bis Du das überschüssige Öl mit einem Baumwolltuch gänzlich aufgenommen hast – fertig!

Vorsicht: Mit Öl benetzte Tücher musst Du gut trocknen lassen, da sonst Selbstentzündungsgefahr besteht!

Lackierte Oberflächen

Bei richtiger Anwendung ist Lack ein sehr sicherer Schutz für Holz. Sowohl gegen Verschmutzungen als auch gegen eindringende Feuchtigkeit. Lackierte Oberflächen lassen sich sehr leicht mit einem feuchten Tuch abwischen und Flüssigkeiten können nicht in das Holz eindringen.

Dennoch sollte gut überlegt sein, ob das Holzstück lackiert werden soll. Einmal lackiert, ist es nur mit sehr großen Aufwand möglich, den Lack wieder zu entfernen. Auch bei kleineren Kratzern, welche die Lackschicht durchtrennen, sollte die komplette Oberfläche komplett abgeschliffen werden.

Durch die Lackierung des Holzstückes wird das Holz mit seinen natürlichen Eigenschaften sehr eingeschränkt – es ist nicht mehr atmungsaktiv und kann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen oder an die Umgebung abgeben.